Die Gehandelten

Die Frage, die sich in Deutschland in den Raum drängt, lautet: Wer tritt dereinst die Nachfolge von Bundeskanzlerin Angela Merkel an? Dabei fallen viele Namen, die meisten davon werden in die Geschichte als Gehandelte eingehen. Ein Schicksal, das gar nicht mal so selten ist. Hier unsere Top Ten der Gehandelten:

 

 

10) Jörg Pilawa: Egal, was die ARD an Konzepten entwickelt – Jörg Pilawa moderiert sie weg. Gehandelt wurde er auch als Nachfolger von Thomas Gottschalk bei „Wetten dass..?“ Zwar dementierte er: Er habe gar kein Interesse an der Show. Ob er aber bei einem konkreten Angebot nein gesagt hätte?

 

9) Friedrich Merz: Er war der Hoffnungsträger der CDU: mit 43 Jahren stellvertretender Bundesvorsitzender, mit 45 Jahren Chef der Bundestagsfraktion. Friedrich Merz wird dereinst das Bundeskanzleramt erobern, waren sich viele sicher. Doch dann kam Angela Merkel, und von da an passte Merz‘ Karriere auf einen Bierdeckel.

 

8) George Pell: Anklage wegen sexueller Belästigung. Das ist immer ein schwerer Vorwurf. Viel tiefer als für andere Angeklagte ist der Sturz indes für George Pell. Der australische Bischof wurde 2005 und 2013 als möglicher Papst gehandelt.

 

7) Franz Josef Strauß: In Bayern war er gottgleich. Doch im Bund ist er über ein Ministeramt nie hinausgekommen. Und das obwohl Strauß schon in der Adenauer-Ära als möglicher späterer Bundeskanzler gehandelt wurde.

 

6) Claus-Dieter Wollitz: „Der neue Pele“ hat es so viele gegeben wie Bewerber bei DSDS. Die meisten kennt heute keiner mehr. Das gilt nicht für Claus-Dieter Wollitz. Aber bekannt ist er heute nur noch als Trainer von Energie Cottbus – und auch dieser Ruhm hält sich in Grenzen. Eigentlich zu wenig für jemanden, der den Anspruch erhob: „Nennt mich Pele!“

 

5) Margot Käßmann: Bundespräsidentin, Mitarbeiterin der Grünen, Star im Fernsehen: Es gibt wenig, für das Margot Käßmann nach ihrem Alkohol-Vorfall und dem darauf folgenden Rücktritt nicht gehandelt wurde. Immerhin hat sie’s zur Autorin unglaublich langweiliger Bücher geschafft.

 

4) Gesine Schwan: A propos Bundespräsidentin. Das sollte Gesine Schwan auch mal werden. Sie war immerhin zweimal Kandidatin der SPD. Wurde danach ein Posten in der Partei frei, war die Professorin im Gespräch. Ohne je etwas Nenneswertes zu werden.

 

3) Julian Lennon: Nachdem die Beatles auseinander gegangen sind, träumten die Fans von einem Comeback. Das ging über den Tod von John Lennon hinaus. Sein Sohn Julian sollte seinen Part einnehmen. Doch Paul McCartney höchstselbst setzte den Spekulationen ein Ende mit dem Zitat: „Es wird ein Comeback der Beatles geben – wenn John wieder lebt.“

 

2) Prinz Charles: Der ewige Thronfolger. 70 Jahre wird Prinz Charles dieses Jahr alt, 66 Jahre davon wartet er, seine Mutter, Elisabeth II beerben zu dürfen. Vergebens. Das hoffen zumindest die Engländer. Eine Mehrheit wünscht sich, dass Charles im Fall der Fälle den Stab gleich an seinen Sohn William weiterreicht.

 

1) Lothar Matthäus: Keine Frage: Es gab Jahre, da war Lothar Matthäus der beste Fußballer der Welt. Und auch danach hat er einige Trainerstationen besetzt. Doch mittlerweile ist er längst der Gehandelte Nummer eins. Ob bei Bayern oder in der Nationalmannschaft. Doch selbst der Skandal-Club aus Nürnberg will ihn nicht: zu unseriös.